Christo und Jeanne-Claude

"The Gates (Project for Central Park, New York City)"
Künstler
Christo und Jeanne-Claude
1935 Gabrowo/Bulgarien - New York 2020 und 1935 Casablanca - New York 2009
Weitere Informationen
Das Werk ist im Archiv der Christo und Jeanne-Claude Foundation, New York, registriert.
Provenienz
Alp Galleries, New York;
Privatsammlung, Bayern, 2004 bei Vorgenannter erworben.
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Beschreibung
• Reizvolle Collage mit virtuos ausgeführter Studie
• Die vielschichtige, zeichnerisch feine Komposition ist exemplarisch für die Arbeitsweise des weltberühmten Künstlerpaares
• Vorstudie zu einem der bedeutendsten und publikumswirksamsten Projekte von Christo und Jeanne-Claude, realisiert 2005 im Central Park, New York

"Do you know that I don’t have any artworks that exist? They all go away when they’re finished. Only the preparatory drawings and collages are left, giving my works an almost legendary character."

Mit "The Gates" verwirklichen Christo und Jeanne-Claude im Februar 2005 eines ihrer poetischsten und zugleich publikumswirksamsten Projekte: Über 7.500 leuchtend orangefarbene Tore säumen für sechzehn Tage die Wege des Central Parks in New York. Bereits Ende der 1970er Jahre hatten die Künstler die Idee entwickelt, doch erst nach jahrzehntelangen Diskussionen mit Behörden, Politik und Öffentlichkeit kann das Projekt realisiert werden. Wie bei allen Arbeiten von Christo und Jeanne-Claude erfordert auch "The Gates" eine präzise technische Planung sowie den Einsatz zahlreicher Ingenieure, Helfer und Spezialisten.
Die Installation besteht aus safranfarbenen Stoffbahnen, die frei von rechteckigen Stahlrahmen herabhängen und sich über insgesamt rund 37 Kilometer durch den winterlichen Park ziehen. Durch das Zusammenspiel von Bewegung, Licht und Farbe entsteht eine eindrucksvolle Transformation der vertrauten Parklandschaft: Die leuchtenden Stoffe setzen einen warmen Kontrast zur kahlen, winterlichen Natur und verleihen den verschlungenen Wegen des Central Parks eine neue, rhythmische Struktur. Millionen Besucher erleben das Werk als begehbare, sich ständig wandelnde Rauminstallation mitten im urbanen Alltag New Yorks.
Die vorbereitenden Zeichnungen und Collagen zu "The Gates" veranschaulichen auf eindrucksvolle Weise die Vision des Künstlerpaares. Charakteristisch ist das Spannungsverhältnis zwischen der präzisen zeichnerischen Darstellung der Parklandschaft und den intensiv farbigen Stoffelementen, die bereits in den Entwürfen eine starke räumliche und atmosphärische Wirkung entfalten. Stoffproben, technische Notizen und handschriftliche Angaben machen die Arbeiten zugleich zu außergewöhnlichen Dokumenten eines künstlerischen Prozesses, der von Beharrlichkeit, visionärer Vorstellungskraft und dem Streben nach der Realisierung des scheinbar Unmöglichen geprägt war.