Fernand Léger

La fleur noire
Künstler
Fernand Léger
1881 Argentan - Gif-sur-Yvette 1955
Weitere Informationen
Verso auf der Rahmenrückpappe altes Etikett "Maison Alexandre, Estampes Anciennes, Paris, 61 Rue La Boétie" sowie schwer leserliche handschriftliche Bezeichnung "A Monsieur (...)".

Mit einer Fotoexpertise von Irus Hansma, Muri, vom 19.4.2023 mit der Nr. "757042023". Dieses Werk wird in das in Vorbereitung befindliche "Répertoire des œuvres sur papier de Fernand Léger" aufgenommen.
Provenienz
Privatsammlung, Frankreich;
Bretagne Encheres, Rennes 14.6.2010, Los 118;
Sotheby's, Paris 8.12.2010, Los 77;
Privatsammlung, Monaco, bei Vorgenannter erworben.
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Beschreibung
• Vorbereitende Studie zum gleichnamigen Ölgemälde
• Entstanden in einer Zeit der visuellen Vereinfachung und Plakativität
• Meisterhaftes Beispiel des Spätwerk Légers

In Fernand Légers "La fleur noire" treffen Kunstwelten aufeinander: Motivisch zeigt die Vorarbeit für das gleichnamige Gemälde ein traditionelles Stillleben. Stilistisch indes wagt Léger neue Wege. Er ist vor wenigen Jahren aus den USA zurückgekehrt. Dorthin war er 1940 migriert und konnte an der Yale University lehren. Zugleich war er in der Zeit den Einflüssen der USA in Kunst und Alltag ausgesetzt. Sein Stil wird in dieser Zeit flächiger, die Farben einfacher. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich geht er den eingeschlagenen Weg weiter, seine Art, Kunst zu denken, wird in den letzten Lebensjahren immer plakativer und zugleich doch in den Bildformeln der Alten verhaftet. In dieser Gegenüberstellung von traditionellem Motiv und zeitgeistiger Ausführung zeigt das Spätwerk Légers, wie der Künstler die populärkulturelle Ästhetik der Zeit ebenso wie den Kanon der Kunstgeschichte begreift, verarbeitet und sich zu eigen macht.

Léger überträgt diese schöne Stilllebenkomposition noch im gleichen Jahr mit Hilfe des feinen Bleistiftgitternetzes auf Leinwand in einem etwas vergrößerten Format (50 x 65 cm, vgl. WVZ der Ölgemälde Bauquier/Hansma 1428, heute in Privatbesitz).