Le Corbusier
Les Mains ou Pomme d'or (projet de sculpture)
Beschreibung
• Dem bretonischen Bildhauer Joseph Savina gewidmet, mit dem Le Corbusier seit 1945 zahlreiche skulpturale Projekte verwirklichte
• Farbintensive, großformatige Komposition zwischen Zeichnung und plastischem Entwurf
• Charakteristische Doppel-Datierung von Idee und späterer Ausführung des Motivs
Le Corbusiers zeichnerisches Werk nimmt innerhalb seines Œuvres eine eigenständige Stellung ein und bildet zugleich das Labor seiner plastischen und architektonischen Ideen. "Les Mains ou Pomme d’or (projet de sculpture)" gehört zu jener Werkgruppe der 1950er Jahre, in der organisch-abstrakte Formen, menschliche Anatomie und symbolische Zeichen zu einer monumentalen Bildsprache verschmelzen. Die zentral angeordneten Hände erscheinen dabei als Sinnbild schöpferischer Kraft, während die streng axial aufgebaute Komposition bereits deutlich an eine plastische Konzeption erinnert – entsprechend der Bezeichnung "projet de sculpture" im Titel.
Besondere Bedeutung erhält das Blatt durch die Widmung an den bretonischen Bildhauer Joseph Savina. Seit Mitte der 1940er Jahre arbeitete Le Corbusier eng mit Savina zusammen. Zahlreiche plastische Arbeiten des Architekten wurden in dessen Atelier ausgeführt. Die Komposition weist zudem eine enge formale Nähe zur 1955 gemeinsam mit Savina realisierten Holzskulptur "Les mains" auf und dürfte in unmittelbarem Zusammenhang mit deren Entstehung stehen. Die Zeichnung dokumentiert damit nicht nur einen künstlerischen Gedankengang, sondern verweist unmittelbar auf den Dialog zwischen Entwurf und plastischer Realisierung.
Typisch für Le Corbusiers Arbeitsweise ist die doppelte Datierung "51/55". Wie häufig in seinem zeichnerischen Werk bezeichnet die erste Jahreszahl den Zeitpunkt der "Erfindung" des Motivs, während die zweite auf die tatsächliche Ausführung verweist. Die leuchtenden Farbflächen in Gelb, Rot und Blau verleihen der Komposition eine starke Präsenz, die zwischen archaischer Figur, abstraktem Zeichen und Skulptur oszilliert.
• Farbintensive, großformatige Komposition zwischen Zeichnung und plastischem Entwurf
• Charakteristische Doppel-Datierung von Idee und späterer Ausführung des Motivs
Le Corbusiers zeichnerisches Werk nimmt innerhalb seines Œuvres eine eigenständige Stellung ein und bildet zugleich das Labor seiner plastischen und architektonischen Ideen. "Les Mains ou Pomme d’or (projet de sculpture)" gehört zu jener Werkgruppe der 1950er Jahre, in der organisch-abstrakte Formen, menschliche Anatomie und symbolische Zeichen zu einer monumentalen Bildsprache verschmelzen. Die zentral angeordneten Hände erscheinen dabei als Sinnbild schöpferischer Kraft, während die streng axial aufgebaute Komposition bereits deutlich an eine plastische Konzeption erinnert – entsprechend der Bezeichnung "projet de sculpture" im Titel.
Besondere Bedeutung erhält das Blatt durch die Widmung an den bretonischen Bildhauer Joseph Savina. Seit Mitte der 1940er Jahre arbeitete Le Corbusier eng mit Savina zusammen. Zahlreiche plastische Arbeiten des Architekten wurden in dessen Atelier ausgeführt. Die Komposition weist zudem eine enge formale Nähe zur 1955 gemeinsam mit Savina realisierten Holzskulptur "Les mains" auf und dürfte in unmittelbarem Zusammenhang mit deren Entstehung stehen. Die Zeichnung dokumentiert damit nicht nur einen künstlerischen Gedankengang, sondern verweist unmittelbar auf den Dialog zwischen Entwurf und plastischer Realisierung.
Typisch für Le Corbusiers Arbeitsweise ist die doppelte Datierung "51/55". Wie häufig in seinem zeichnerischen Werk bezeichnet die erste Jahreszahl den Zeitpunkt der "Erfindung" des Motivs, während die zweite auf die tatsächliche Ausführung verweist. Die leuchtenden Farbflächen in Gelb, Rot und Blau verleihen der Komposition eine starke Präsenz, die zwischen archaischer Figur, abstraktem Zeichen und Skulptur oszilliert.