Lyonel Feininger

"Dröbsdorf"
Lot ID
Los 651
Künstler
Lyonel Feininger
1871 - New York - 1956
Weitere Informationen
Achim Moeller, Direktor des Lyonel Feininger Project LLC, New York – Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 1653-05-12-20 registriert ist, bestätigt. Mit einer Fotoexpertise vom 12.5.2020.
Ausstellung
Feininger im Weimarer Land, Kunsthaus Apolda Avantgarde, Apolda 1999, Kat.-Nr. 72, mit farb. Abb. S. 78.
Provenienz
Wohl Nachlass Wilhelm Koehler (1884-1959), ehem. Direktor der Weimarer Kunstsammlungen;
Galerie Gerda Bassenge, Berlin 10.11.1993, Los 6210;
Privatbesitz, Norddeutschland, 1993 bei Vorgenannter erworben.
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Beschreibung
• 1906 hält sich Feininger mehrere Monate mit Julia Berg in Weimar auf und zeichnet zahlreiche Skizzen der Umgebung
• Das damals ländliche Tröbsdorf bei Weimar dient ihm wiederholt als Bildmotiv
• Die 1913 von ihm entdeckt Kirche inspiriert ihn später zu zahlreichen Werken

1906 lebt Feininger mehrere Monate mit der Kunststudentin und seiner späteren Frau Julia Berg in Weimar und erkundet mit Skizzenblock und Fahrrad die Umgebung. Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch sehr ländlich geprägte Tröbsdorf – heute ein Ortsteil von Weimar – dient Feininger immer wieder als Studienobjekt. Besonders die Kirche mit ihrer charakteristischen Welschen Haube und dem gedrungenen Walmdach, die Feininger im Jahr 1913 entdeckt, fasziniert den Künstler. Er hält sie über Jahrzehnte hinweg in zahlreichen Aquarellen und Zeichnungen in unterschiedlichen Variationen fest. Diese Arbeiten dienen zugleich als Vorstudien für die beiden gleichnamigen Gemälde von 1927 (Moeller 308, Klassik Stiftung Weimar) und von 1928 (Moeller 316, Weisman Art Museum, University of Minnesota, Minneapolis), welche die Kirche als kristallinen, monumentalen Kathedralbau zeigen.