Ernst Ludwig Kirchner
Drei Kokotten bei Nacht
Beschreibung
• Dynamische Komposition voller Aktion und Spontanität
• Aus der Reihe der "Straßenszenen", die zwischen 1913 und 1915 entstehen
• Blatt mit Unikatcharakter aus einer Auflage von nur 3 Exemplaren
Das Motiv der "Kokotten" finden wir bei Ernst Ludwig Kirchner immer wieder. Zwischen 1913 und 1915 arbeitet er an seinen "Straßenszenen", in denen er durch die künstlerischen Medien hindurch den Puls Berlins einfängt. Er zeigt Menschenmengen, die sich durch die Neue City West quetschen, die Bürgersteige überfüllen, die Konsumtempel fluten. Und er zeigt, Personal und Symbol zugleich, immer wieder Kokotten. Im Gegensatz zu den Tauentziengirls – heute wären es die Kurfürstenstraßengirls – versprechen die Kokotten mehr als Trieb. Sie sind elegant, mondän, wissen Männer ganzheitlich zu verführen. Bei Kirchner schwingt immer auch Misogynie mit: Seine Kokotten sind Raubvögel, Hetären des Unglücks. Bei ihm sind sie nicht nur Straßenfiguren wie alle anderen, sondern Zeichen des Untergangs. Er erkennt im hektischen Berlin mit all seinem Konsum und seiner Schnelllebigkeit die Zeichen der Zeit. Unsere drei Kokotten bei Nacht sind dynamisch hingeworfen. Skizzenhaft erfasst Kirchner die nächtliche Szenerie der Wartenden, geradezu Lauernden. Das Motiv findet sich zuerst in Kirchners Skizzenbuch 37, 1913, Blatt 55.
• Aus der Reihe der "Straßenszenen", die zwischen 1913 und 1915 entstehen
• Blatt mit Unikatcharakter aus einer Auflage von nur 3 Exemplaren
Das Motiv der "Kokotten" finden wir bei Ernst Ludwig Kirchner immer wieder. Zwischen 1913 und 1915 arbeitet er an seinen "Straßenszenen", in denen er durch die künstlerischen Medien hindurch den Puls Berlins einfängt. Er zeigt Menschenmengen, die sich durch die Neue City West quetschen, die Bürgersteige überfüllen, die Konsumtempel fluten. Und er zeigt, Personal und Symbol zugleich, immer wieder Kokotten. Im Gegensatz zu den Tauentziengirls – heute wären es die Kurfürstenstraßengirls – versprechen die Kokotten mehr als Trieb. Sie sind elegant, mondän, wissen Männer ganzheitlich zu verführen. Bei Kirchner schwingt immer auch Misogynie mit: Seine Kokotten sind Raubvögel, Hetären des Unglücks. Bei ihm sind sie nicht nur Straßenfiguren wie alle anderen, sondern Zeichen des Untergangs. Er erkennt im hektischen Berlin mit all seinem Konsum und seiner Schnelllebigkeit die Zeichen der Zeit. Unsere drei Kokotten bei Nacht sind dynamisch hingeworfen. Skizzenhaft erfasst Kirchner die nächtliche Szenerie der Wartenden, geradezu Lauernden. Das Motiv findet sich zuerst in Kirchners Skizzenbuch 37, 1913, Blatt 55.