Arnulf Rainer
Haute Coiffure
Beschreibung
• Bedeutende frühe Mappe, wegweisend im Œuvre des Künstlers
• Das Medium der Kaltnadel ist prädestiniert für die gestisch-expressiven Strichballungen
• Arnulf Rainer ist einer der wichtigsten Künstler Österreichs
Die 10 Kaltnadelradierungen "Haute Coiffure" von Arnulf Rainer gehören in die frühe Phase seines Œuvres, in der er sich intensiv mit gestischen Verdichtungen und radikalen Reduktionen auseinandersetzt. Die Blätter zeigen dichte, schwarze Strichballungen, die an Haarbüschel oder Perücken erinnern. Der Titel verweist ironisch auf Mode und Oberfläche, während die Ausführung einen fast obsessiven, körperlich spürbaren Ausdruck des Schaffensprozesses darstellt. Bereits hier wird Rainers zentrales Verfahren der Übermalung vorbereitet, das später zu seinem Markenzeichen wird: das Verdichten, Auslöschen und Transformieren vorhandener Bildzustände. Die Strichfelder wirken wie energetische Akkumulationen, die weniger darstellen als vielmehr Zustände psychischer Intensität sichtbar machen. Die Haute-Coiffure-Blätter zeigen Rainers grundlegendes Interesse am Körperlichen, am Automatismus und an Grenzzuständen zwischen Kontrolle und Ekstase. Zugleich lässt sich in ihnen bereits jene dialektische Spannung erkennen, die sein Werk prägt: zwischen Sichtbarkeit und Verdeckung, zwischen Bild und Geste, zwischen ironischer Distanz und existenzieller Dringlichkeit.
• Das Medium der Kaltnadel ist prädestiniert für die gestisch-expressiven Strichballungen
• Arnulf Rainer ist einer der wichtigsten Künstler Österreichs
Die 10 Kaltnadelradierungen "Haute Coiffure" von Arnulf Rainer gehören in die frühe Phase seines Œuvres, in der er sich intensiv mit gestischen Verdichtungen und radikalen Reduktionen auseinandersetzt. Die Blätter zeigen dichte, schwarze Strichballungen, die an Haarbüschel oder Perücken erinnern. Der Titel verweist ironisch auf Mode und Oberfläche, während die Ausführung einen fast obsessiven, körperlich spürbaren Ausdruck des Schaffensprozesses darstellt. Bereits hier wird Rainers zentrales Verfahren der Übermalung vorbereitet, das später zu seinem Markenzeichen wird: das Verdichten, Auslöschen und Transformieren vorhandener Bildzustände. Die Strichfelder wirken wie energetische Akkumulationen, die weniger darstellen als vielmehr Zustände psychischer Intensität sichtbar machen. Die Haute-Coiffure-Blätter zeigen Rainers grundlegendes Interesse am Körperlichen, am Automatismus und an Grenzzuständen zwischen Kontrolle und Ekstase. Zugleich lässt sich in ihnen bereits jene dialektische Spannung erkennen, die sein Werk prägt: zwischen Sichtbarkeit und Verdeckung, zwischen Bild und Geste, zwischen ironischer Distanz und existenzieller Dringlichkeit.