Adolf Luther

Spiegelobjekt
Künstler
Adolf Luther
1912 - Krefeld - 1990
Provenienz
Privatsammlung, verso mit Widmung;
Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen.
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Beschreibung
• Luthers Spiegelobjekte sind Medium für Strahlung, Brechung, Reflexion, Bewegung und Ausdruck aller immateriallen Phänomene des einfallenden Lichts
• Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der Kinetischen Kunst sowie der Op-Art
• Werke von Luther sind in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter Museum Haus Konstruktiv, Zürich, Museo de Arte Moderno Jesús Soto, Bolivar, Städel Museum, Frankfurt/Main, und dem Kunstpalast, Düsseldorf

Die Spiegelarbeiten von Adolf Luther aus den 1970er Jahren zählen zu den zentralen Werkgruppen seines Œuvres. Das aus 12 Lamellen bestehende Spiegelobjekt von 1976 verdeutlicht exemplarisch Luthers künstlerische Auseinandersetzung mit Licht, Raum und Wahrnehmung. Seit den frühen 1960er Jahren entwickelte der Künstler Spiegel und Glasobjekte als Instrumente zur Sichtbarmachung immaterieller Lichtphänomene. Die seriell angeordneten Spiegel-Lamellen erzeugen ein dynamisches Wechselspiel aus Reflexion, Bewegung und räumlicher Irritation. Das Werk verändert sich abhängig von Standpunkt, Umgebung und Lichteinfall kontinuierlich und bezieht den Betrachter aktiv in die Wahrnehmung ein. Damit löst Luther den statischen Werkbegriff zugunsten eines prozesshaften Sehens auf. Diese Vorgehensweise steht im engen Bezug zur ZERO-Bewegung sowie der internationalen Licht- und kinetischen Kunst. Im Unterschied zu einer illusionistischen Raumdarstellung entsteht das "Bild" hier erst durch reale Lichtreflexe und Spiegelungen. Architektur und Umgebung sind hier immer Teil des Werks.