Fritz Winter
"Herbstliche Spannungen"
Beschreibung
• Fritz Winter zählt zu den wichtigsten Künstlern des deutschen Informel
• Als Gründungsmitglied der Gruppe ZEN 49 ist er prägend für die Kunst der Nachkriegsmoderne und den Diskurs zur Abstraktion
• 1955, im Entstehungsjahr des Gemäldes, ist Winter erstmals auf der documenta in Kassel vertreten, weitere Beteiligungen folgen 1959 und 1964
Das vorliegende Gemälde entsteht 1955, in einem für Fritz Winter besonders dichten Jahr: Er nimmt an der documenta I teil und wird im selben Jahr auf eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Kassel berufen, als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Nachkriegsabstraktion. "Herbstliche Spannungen" gehört in jene mittlere Werkphase, in der Winter Liniengerüst und Farbflächen zu einer eigenen Bildsprache zusammenführt.
Über einer in warmen Erdtönen gehaltenen Grundfläche – Grau, Ocker, gebrochenes Beige – legt sich ein kantig geführtes, vielfach geknicktes schwarzes Liniengeflecht, das die Bildmitte akzentuiert und gleichzeitig die Bewegung kinetischer Schwingung erahnen lässt. In dieses Geflecht setzt Winter scharf akzentuierte Farbfelder: ein leuchtender Zinnoberbalken oben links, ein kühles Gelb rechts, dunkelrote, schwarzbraune und altrosa Partien, die sich auf der großformatigen Leinwand rhythmisch begegnen.
Der 1905 geborene Winter arbeitet zunächst als Bergmann, bevor er 1927 ans Bauhaus nach Dessau kommt und dort unter anderem bei Paul Klee und Wassily Kandinsky studiert. 1937 wird Winter von den Nationalsozialisten mit Mal- und Ausstellungsverbot belegt, 1939 zum Kriegsdienst einberufen. Erst 1949 kehrte er aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und gründet im selben Jahr gemeinsam mit Willi Baumeister, Rupprecht Geiger und weiteren Künstlern die Münchner Künstlergruppe ZEN 49, die der gegenstandslosen Malerei in Deutschland eine erste organisierte Plattform gab. Seine Teilnahmen an drei folgenden Ausgaben der documenta (I, II, III) unterstreicht seine internationale Relevanz als führender Vertreter der Avantgarde nach dem Krieg.
• Als Gründungsmitglied der Gruppe ZEN 49 ist er prägend für die Kunst der Nachkriegsmoderne und den Diskurs zur Abstraktion
• 1955, im Entstehungsjahr des Gemäldes, ist Winter erstmals auf der documenta in Kassel vertreten, weitere Beteiligungen folgen 1959 und 1964
Das vorliegende Gemälde entsteht 1955, in einem für Fritz Winter besonders dichten Jahr: Er nimmt an der documenta I teil und wird im selben Jahr auf eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Kassel berufen, als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Nachkriegsabstraktion. "Herbstliche Spannungen" gehört in jene mittlere Werkphase, in der Winter Liniengerüst und Farbflächen zu einer eigenen Bildsprache zusammenführt.
Über einer in warmen Erdtönen gehaltenen Grundfläche – Grau, Ocker, gebrochenes Beige – legt sich ein kantig geführtes, vielfach geknicktes schwarzes Liniengeflecht, das die Bildmitte akzentuiert und gleichzeitig die Bewegung kinetischer Schwingung erahnen lässt. In dieses Geflecht setzt Winter scharf akzentuierte Farbfelder: ein leuchtender Zinnoberbalken oben links, ein kühles Gelb rechts, dunkelrote, schwarzbraune und altrosa Partien, die sich auf der großformatigen Leinwand rhythmisch begegnen.
Der 1905 geborene Winter arbeitet zunächst als Bergmann, bevor er 1927 ans Bauhaus nach Dessau kommt und dort unter anderem bei Paul Klee und Wassily Kandinsky studiert. 1937 wird Winter von den Nationalsozialisten mit Mal- und Ausstellungsverbot belegt, 1939 zum Kriegsdienst einberufen. Erst 1949 kehrte er aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und gründet im selben Jahr gemeinsam mit Willi Baumeister, Rupprecht Geiger und weiteren Künstlern die Münchner Künstlergruppe ZEN 49, die der gegenstandslosen Malerei in Deutschland eine erste organisierte Plattform gab. Seine Teilnahmen an drei folgenden Ausgaben der documenta (I, II, III) unterstreicht seine internationale Relevanz als führender Vertreter der Avantgarde nach dem Krieg.