Max Ernst
Déchets d'oeuvres („Abfälle vom Werk“)
Descrizione
• Max Ernst nutzt die Collage zur Entwicklung surrealer Momente
• Vorlage für ein Plakat einer Ernst-Ausstellung
• Aus der Sammlung des berühmten Filmproduzenten Peter Schamoni
Ist das Kunst oder kann das weg?
Dieser allgemein bekannten Kalauer kann im Fall von Max Ernsts Arbeit klar beantwortet werden: Es ist Abfall, und genau deswegen Kunst!
Denn „Déchtets d'oeuvres“ bedeutet nichts anderes als „Kunstabfall“ und verweist so direkt auf die Machart des Werkes. Was wir hier sehen ist eine Collage, in welcher Ernst verschiedene gefundene Papierdrucke, etwa botanische Lehrabbildungen oder Reklame, in einen neuen surrealistischen Zusammenhang bringt. 1968 ist die große Zeit des Surrealismus zwar bereits vorbei, doch Ernst sammelt hier abermals auf, was der Fundus ihm bietet, um ein Plakat für seine große Ausstellung anzufertigen. Was wir hier sehen, ist somit Selbstreferenz und Plakatvorlage in einem.
Über den Inhalt darf, ganz in surrealer Manier, gerätselt werden: Unten ein Damenschuh auf schräg aufgebrachtem Steinbrockenfeld. Darüber der Längsschnitt eines längst vergessenen Objekts vor den Blütenstämmen einer Pflanzenillustration.
Die Arbeit stammt aus der Sammlung des berühmten deutschen Filmproduzenten Peter Schamoni. Ab den späten 1960er Jahren dreht dieser zahlreiche Künstlerporträts. Mit Max Ernst verbindet Schamoni dabei mehr als ein professionelles Verhältnis, über Jahrzehnte sind die beiden befreundet. von seinen Künstlerporträtfilmen sind daher fünf Max Ernst gewidmet. Schamoni prägt so das öffentliche Bild des Künstlers in Deutschland entscheidend mit, seine Filme über Ernst werden von der Kritik gefeiert – sein kommerziell größter Erfolg bleibt jedoch „Zur Sache Schätzchen“ mit Uschi Glas.
Das Werk war Vorlage für eine Fotolithografie, die als Plakat für die 1968 stattfindende Ausstellung „Déchets d'Atelier – Lueurs de Génie“ der Galerie Alphonse Chave in Vence diente (vgl. WVZ Spies/Leppien A 16).
Spies/Metken/Pech 4368.
• Vorlage für ein Plakat einer Ernst-Ausstellung
• Aus der Sammlung des berühmten Filmproduzenten Peter Schamoni
Ist das Kunst oder kann das weg?
Dieser allgemein bekannten Kalauer kann im Fall von Max Ernsts Arbeit klar beantwortet werden: Es ist Abfall, und genau deswegen Kunst!
Denn „Déchtets d'oeuvres“ bedeutet nichts anderes als „Kunstabfall“ und verweist so direkt auf die Machart des Werkes. Was wir hier sehen ist eine Collage, in welcher Ernst verschiedene gefundene Papierdrucke, etwa botanische Lehrabbildungen oder Reklame, in einen neuen surrealistischen Zusammenhang bringt. 1968 ist die große Zeit des Surrealismus zwar bereits vorbei, doch Ernst sammelt hier abermals auf, was der Fundus ihm bietet, um ein Plakat für seine große Ausstellung anzufertigen. Was wir hier sehen, ist somit Selbstreferenz und Plakatvorlage in einem.
Über den Inhalt darf, ganz in surrealer Manier, gerätselt werden: Unten ein Damenschuh auf schräg aufgebrachtem Steinbrockenfeld. Darüber der Längsschnitt eines längst vergessenen Objekts vor den Blütenstämmen einer Pflanzenillustration.
Die Arbeit stammt aus der Sammlung des berühmten deutschen Filmproduzenten Peter Schamoni. Ab den späten 1960er Jahren dreht dieser zahlreiche Künstlerporträts. Mit Max Ernst verbindet Schamoni dabei mehr als ein professionelles Verhältnis, über Jahrzehnte sind die beiden befreundet. von seinen Künstlerporträtfilmen sind daher fünf Max Ernst gewidmet. Schamoni prägt so das öffentliche Bild des Künstlers in Deutschland entscheidend mit, seine Filme über Ernst werden von der Kritik gefeiert – sein kommerziell größter Erfolg bleibt jedoch „Zur Sache Schätzchen“ mit Uschi Glas.
Das Werk war Vorlage für eine Fotolithografie, die als Plakat für die 1968 stattfindende Ausstellung „Déchets d'Atelier – Lueurs de Génie“ der Galerie Alphonse Chave in Vence diente (vgl. WVZ Spies/Leppien A 16).
Spies/Metken/Pech 4368.