Ernst Barlach
Die Flamme
Beschreibung
• Zentrale ikonische Figur im Werk Barlachs, Ausdruck innerer Sammlung und Transzendenz
• Formensprache der späten 1920er Jahre, mit gestreckten Proportionen und blockhafter Geschlossenheit
• Guss von H. Noack, Berlin, eine der führenden Kunstgießereien des 20. Jahrhunderts
1934 entsteht das Werkmodell in Gips, das Barlach seinem Freund, dem Sammler Hermann F. Reemtsma, Hamburg, schenkt. Der Künstler hinterlässt einen großen Teil seines Œuvres in Form fragiler Werkmodelle in Ton und Gips. Obwohl Barlach vor allem als Holzbildhauer berühmt wird, entstehen die meisten seiner Werke nicht in Holz, sondern in diesen formbaren, aber wenig dauerhaften Materialien. Auch "Die Flamme" wird zunächst als rundplastische Gipsfigur (Laur 555) gefertigt, nach der der Künstler die Fassung in Eichenholz schnitzt (Laur 557). Das Motiv der "Flamme" setzt Barlach erstmals 1927 in mehreren Kohlezeichnungen um (vgl. Schult, Zeichnungen 1889, 1890, 1892). Gestalterisch ist sie im Zusammenhang zu sehen mit den Figuren des "Fries der Lauschenden" und der "Gemeinschaft der Heiligen", in deren schlanken, statuarischen Gestalten Anklänge an die romanische Portalplastik sichtbar sind. Die einmalige posthume Auflage von 12 nummerierten Güssen entsteht 1979, zu Barlachs Lebzeiten werden keine Bronzen gegossen.
• Formensprache der späten 1920er Jahre, mit gestreckten Proportionen und blockhafter Geschlossenheit
• Guss von H. Noack, Berlin, eine der führenden Kunstgießereien des 20. Jahrhunderts
1934 entsteht das Werkmodell in Gips, das Barlach seinem Freund, dem Sammler Hermann F. Reemtsma, Hamburg, schenkt. Der Künstler hinterlässt einen großen Teil seines Œuvres in Form fragiler Werkmodelle in Ton und Gips. Obwohl Barlach vor allem als Holzbildhauer berühmt wird, entstehen die meisten seiner Werke nicht in Holz, sondern in diesen formbaren, aber wenig dauerhaften Materialien. Auch "Die Flamme" wird zunächst als rundplastische Gipsfigur (Laur 555) gefertigt, nach der der Künstler die Fassung in Eichenholz schnitzt (Laur 557). Das Motiv der "Flamme" setzt Barlach erstmals 1927 in mehreren Kohlezeichnungen um (vgl. Schult, Zeichnungen 1889, 1890, 1892). Gestalterisch ist sie im Zusammenhang zu sehen mit den Figuren des "Fries der Lauschenden" und der "Gemeinschaft der Heiligen", in deren schlanken, statuarischen Gestalten Anklänge an die romanische Portalplastik sichtbar sind. Die einmalige posthume Auflage von 12 nummerierten Güssen entsteht 1979, zu Barlachs Lebzeiten werden keine Bronzen gegossen.