Alexander Kanoldt

Stillleben V
Künstler
Alexander Kanoldt
1881 Karlsruhe - Berlin 1939
Weitere Informationen
Verso auf dem Keilrahmen bezeichnet "A.K. 1101" und "Frowein".

Koch 21.13.
Literatur
Heide, Kristina, Form und Ikonographie des Stillebens in der Malerei der Neuen Sachlichkeit, Weimar 1998, Abb. 310;
Fegert, Elke, Alexander Kanoldt und das Stillleben der Neuen Sachlichkeit, Hamburg 2008, S. 166, 292f., Abb. 41.
Provenienz
Sammlung Frowein, Barmen/Südafrika/Kanada;
Privatsammlung, Ontario/Kanada;
Privatsammlung, Rheinland.
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Beschreibung
• Stillleben nehmen qualitativ wie quantitativ eine herausragende Stellung im malerischen Gesamtwerk Kanoldts ein
• Besonders beliebt sind seine Werke im Stil der Neuen Sachlichkeit
• Dieses Werk stammt aus einer Serie von Pflanzen- und Bücherstillleben

Alexander Kanoldt ist einer der bekanntesten Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Gemeinsam mit Georg Schrimpt vertritt er deren magisch-realistische Spielart; 1925 ist er mit zahlreichen Arbeiten an der programmatischen Ausstellung Neue Sachlichkeit in Mannheim beteiligt. Zu seinen Arbeiten gehören eine Vielzahl an Stillleben, die er mit Pflanzen oder Büchern ausstaffiert. Hier, im Stillleben V, zeigt er drei deutlich zerlesene Bücher, lose gestapelt, schnell auf einer Tischkante abgelegt. Darauf sind zwei Pfeifen nicht drapiert, sondern wie en passant dort geparkt. Eine vertikale rote Blechdose komplettiert das Ensemble, das eigentlich keines ist. Hier zeigt Kanoldt keine bewusste Komposition, sondern ein zufälliges, alltägliches Zusammentreffen verschiedener Gebrauchsobjekte. Gleichwohl ist genau diese Nachlässigkeit sorgfältig komponiert, Vertikale und Horizontale austariert, Farben aufeinander abgestimmt.