Ella Bergmann-Michel
„funktionelle vegetation“
Descrizione
• Wegbereiterin sowohl der Bild-Collage-Technik als auch der Räder-Motivi
• Spiel mit den Begriffen von Pflanzenwachstum sowie Wachstum von mathematischen Funktionen
• Die Vielfalt der Einzelteile sorgt für Dynamik
Ella Bergmann-Michel, von Freunden nur kurz EBM genannt, zählt neben ihrem Ehemann Robert Michel, Kurt Schwitters, Willi Baumeister und László Moholy-Nagy zu den wichtigen Protagonisten der Avantgarde und ist Pionierin der Bildcollage. 1917 lernt sich das Künstlerpaar Bergmann/Michel beim Studium an der Hochschule für bildende Künste in Weimar kennen und wird von nun an zeitlebens eng zusammenarbeiten. Für kurze Zeit sind sie am neugegründeten Bauhaus tätig, lassen sich aber schon bald in der „Schmelz“ im Taunus, einer alten Farbenmühle in Michels Geburtsort, nieder, die sie später „Heimatmuseum of Modern Art“ nennen. Sie sind eng befreundet mit Johannes Mohlzahn und Kurt Schwitters sowie den Fotografinnen Martha Hoepffner und Ilse Bing. Neben ihrer überaus vielfältigen künstlerischen Arbeit ist Ella Bergmann-Michel als Werbegrafikerin, Fotografin und Dokumentarfilmerin tätig und fertigt verschiedene Innenarchitekturentwürfe. Mitte der 1920er Jahre ist sie an der gesellschaftlichen Reformbewegung „das neue frankfurt“ beteiligt, wo sie ab 1930 gemeinsam mit Paul Seligmann die „Arbeitsgemeinschaft für neuen Film/Liga für unabhängigen Film“ leitet. Bedingt durch die politischen Entwicklungen der 1930er Jahre zieht sich das Künstlerpaar weitgehend aus dem öffentlichen Kunstbetrieb zurück. Um den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sichern, betreibt Robert Michel auf der Schmelzmühle eine Fischzucht, Ella Bergmann-Michel beschäftigt sich mit Landwirtschaft und der Aufzucht von Kleinvieh. Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges nimmt das Paar seine künstlerische Tätigkeit wieder auf. Dank der 1963 in Leverkusen gezeigten Ausstellung „Pioniere der Collage“ wird das Lebenswerk des Künstlerpaares Bergmann/Michel neu entdeckt und bekannt gemacht.
Nach ihrer Akademiezeit, in der zahlreiche expressionistisch beeinflusste Holzschnitte entstehen, fertigt Ella Bergmann-Michel bereits ab 1917/18 erste dada-futuristische Arbeiten, aus Fundstücken zusammengeklebte Materialbilder, sogenannte Assemblagen, und Papiercollagen. Diese Arbeiten werden zumeist dominiert von Kreisformen, die eindeutig an Rädermechanik erinnern. Damit ist EBM sicherlich die (bis heute zumeist verkannte) Wegbereiterin sowohl der Bildcollagetechnik als auch der Rädermotivik, die erst kurze Zeit später in Arbeiten ihres Mannes Robert Michel und Kurt Schwitters wiederzufinden sind.
Die funktionelle vegetation zeigt sich in geometrisierten Einzelformen, deren Inneres von Röhren und Pfeillinien durchzogen ist. Die Vielfalt der verschränkten und aufeinander aufbauenden Einzelteile sorgt für Dynamik und erzeugt den Charakter einer beweglichen Figur. Bergmann-Michel spielt dabei mit den Begriffen von Pflanzenwachstum sowie Wachstum von mathematischen Funktionen, die als Kurven und Graphen in der Zeichnung erscheinen.
• Spiel mit den Begriffen von Pflanzenwachstum sowie Wachstum von mathematischen Funktionen
• Die Vielfalt der Einzelteile sorgt für Dynamik
Ella Bergmann-Michel, von Freunden nur kurz EBM genannt, zählt neben ihrem Ehemann Robert Michel, Kurt Schwitters, Willi Baumeister und László Moholy-Nagy zu den wichtigen Protagonisten der Avantgarde und ist Pionierin der Bildcollage. 1917 lernt sich das Künstlerpaar Bergmann/Michel beim Studium an der Hochschule für bildende Künste in Weimar kennen und wird von nun an zeitlebens eng zusammenarbeiten. Für kurze Zeit sind sie am neugegründeten Bauhaus tätig, lassen sich aber schon bald in der „Schmelz“ im Taunus, einer alten Farbenmühle in Michels Geburtsort, nieder, die sie später „Heimatmuseum of Modern Art“ nennen. Sie sind eng befreundet mit Johannes Mohlzahn und Kurt Schwitters sowie den Fotografinnen Martha Hoepffner und Ilse Bing. Neben ihrer überaus vielfältigen künstlerischen Arbeit ist Ella Bergmann-Michel als Werbegrafikerin, Fotografin und Dokumentarfilmerin tätig und fertigt verschiedene Innenarchitekturentwürfe. Mitte der 1920er Jahre ist sie an der gesellschaftlichen Reformbewegung „das neue frankfurt“ beteiligt, wo sie ab 1930 gemeinsam mit Paul Seligmann die „Arbeitsgemeinschaft für neuen Film/Liga für unabhängigen Film“ leitet. Bedingt durch die politischen Entwicklungen der 1930er Jahre zieht sich das Künstlerpaar weitgehend aus dem öffentlichen Kunstbetrieb zurück. Um den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sichern, betreibt Robert Michel auf der Schmelzmühle eine Fischzucht, Ella Bergmann-Michel beschäftigt sich mit Landwirtschaft und der Aufzucht von Kleinvieh. Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges nimmt das Paar seine künstlerische Tätigkeit wieder auf. Dank der 1963 in Leverkusen gezeigten Ausstellung „Pioniere der Collage“ wird das Lebenswerk des Künstlerpaares Bergmann/Michel neu entdeckt und bekannt gemacht.
Nach ihrer Akademiezeit, in der zahlreiche expressionistisch beeinflusste Holzschnitte entstehen, fertigt Ella Bergmann-Michel bereits ab 1917/18 erste dada-futuristische Arbeiten, aus Fundstücken zusammengeklebte Materialbilder, sogenannte Assemblagen, und Papiercollagen. Diese Arbeiten werden zumeist dominiert von Kreisformen, die eindeutig an Rädermechanik erinnern. Damit ist EBM sicherlich die (bis heute zumeist verkannte) Wegbereiterin sowohl der Bildcollagetechnik als auch der Rädermotivik, die erst kurze Zeit später in Arbeiten ihres Mannes Robert Michel und Kurt Schwitters wiederzufinden sind.
Die funktionelle vegetation zeigt sich in geometrisierten Einzelformen, deren Inneres von Röhren und Pfeillinien durchzogen ist. Die Vielfalt der verschränkten und aufeinander aufbauenden Einzelteile sorgt für Dynamik und erzeugt den Charakter einer beweglichen Figur. Bergmann-Michel spielt dabei mit den Begriffen von Pflanzenwachstum sowie Wachstum von mathematischen Funktionen, die als Kurven und Graphen in der Zeichnung erscheinen.