Antonio Calderara

"Orizzonte bicromo b"
Lot ID
Los 610
Künstler
Antonio Calderara
1903 Abbiategrasso - Vacciago 1978
Weitere Informationen
Mit einem Fotozertifikat des Archivio Antonio Calderara, Mailand, vom 29.9.2021.

Das Werk ist im Archivio Antonio Calderara, Mailand, unter der Nummer "0448" registriert.
Ausstellung
Galerie Denise René, Paris 1971, Kat.-Nr. 18, verso mit dem Etikett;
Antonio Calderara, Moderne Galerie, Bottrop 1977, verso mit dem Etikett;
Antonio Calderara, Stedelijk Museum, Amsterdam 1977, Kat.-Nr. 25, verso mit dem Etikett;
Gli Orizzonti nell’Idea di Luce di Silvio Wolf, Fondazione Antonio e Carmela Calderara, Vacciago di Ameno 2016, farb. Abb. S. 5.
Provenienz
Sammlung Prof. Dipl.-Des. Helmut Schmitt-Siegel, Düsseldorf, verso auf einem Etikett;
Privatsammlung.
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Beschreibung
»1957-58 richtet sich mein forschendes Interesse auf das Licht, das Licht, welches alles durchdringt und auflöst, um nur noch für sich selbst eine Rolle zu spielen." Antonio Calderara


• Reizvolle Farbfeldmalerei
• Antonio Calderara ist einer der bekanntesten Vertreter des Minimalismus in Europa
• Calderara war bereits 1948 und 1956 Teilnehmer der Biennale in Venedig

"Orizzonte bicromo b" aus dem Jahr 1968 steht exemplarisch für die späte Phase des Œuvres von Antonio Calderara. Seit dem Ende der 1950er Jahre löst sich seine Malerei zunehmend von gegenständlichen Bezügen und es vollzieht sich eine radikale Reduktion auf Farbe, Licht und Komposition. Die scheinbar monochrome, von warmen Orangetönen dominierte Farbfläche wird durch zwei feine, farblich minimal abgesetzte, horizontale Linien gegliedert. Sie wirkt weniger als trennendes Element, denn als subtiler Übergang zwischen zwei nahezu immateriellen Farbfeldern. Die Farbe wird hier nicht als expressives Mittel eingesetzt, sondern als Träger von Licht und Stille. Die horizontale Gliederung, die mit dem Titel "zweifarbiger Horizont" auch benannt wird, kann als leiser Hinweis auf Landschaft oder Horizont gelesen werden, bleibt jedoch bewusst ambivalent. Entscheidend ist nicht die Referenz, sondern die Erfahrung von Gleichgewicht, Ruhe und Konzentration. Calderaras Malerei bewegt sich damit im Spannungsfeld von Konkreter Kunst und spiritueller Abstraktion: Sie zielt auf eine kontemplative Wahrnehmung, in der das Bild als Ort des Lichts und der inneren Ordnung erfahrbar wird.