Mimmo Rotella

Marilyn
Künstler
Mimmo Rotella
1918 Catanzaro - Mailand 2006
Weitere Informationen
Unten rechts wohl von fremder Hand mit "1963" bezeichnet.

Nicht bei Celant.

Mit einer Echtheitsbestätigung vom Künstler, Mailand, vom 12.12.1996.
Mit einer Echtheitsbestätigung von Piero Mascitti, Archivio Mimmo Rotella, vom 27.3.2026.
Ausstellung
Rotella. Spuren der Großstadt. Marilyn, Bengala & Co., Museum Ludwig, Köln 1994, farb. Abb. S. 49;
Rotella for Swatch. Mimmo Rotella, Köln 1994, S. 50;
Yves Klein. Der Sprung ins Leere. Pretiosen des Nouveau Réalisme, Stiftung Ahlers Pro Arte/Kestner Pro Arte, 2006 o. Kat.;
Nouveau Réalisme. Werke aus der Ahlers Collection, Kunsthalle, Krems 2010/011, o. Kat;
RUHESTÖRUNG. Streifzüge durch die Welten der Collage, Marta Herford und Kunstmuseum Ahlen, 2013/14, farb. Abb. S. 61;
Facing the Future. Art in Europe 1945-1968, BOZAR, Brüssel u.a. 2016, farb. Abb. S. 311;
Flashes of the Future. Die Kunst der 68er oder Die Macht der Ohnmächtigen, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 2018, Kat.-Nr. 9, farb. Abb. S. 351;
#DepictingWomen – beauty, goddess, motherhood, bathing, soliciting, fulfilling, fragment, Stiftung Ahlers Pro Arte, Herford 2018, Kat.-Nr. 12, farb. Abb. S. 27.
Provenienz
Galerie Michael, Darmstadt;
Galerie Reckermann, Köln;
Galerie Schmela, Düsseldorf, verso auf der Rahmenrückwand mit dem Etikett;
Privatsammlung, Deutschland, 2003 bei Vorgenannter erworben.
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Beschreibung
• Eines der gesuchtesten Motive des Künstlers
• Rotella ist der unumstrittene Meister der Décollage
• Werke des Künstlers befinden sich u. a. im Museum of Modern Art in New York, dem Centre Georges Pompidou in Paris und der Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea in Rom

Marilyn Monroe prägt als Inbegriff des Hollywood-Glamours eine ganze Epoche. In den 1960er Jahren gibt es
kein Gesicht in der Filmindustrie, das präsenter ist als ihres. Für Mimmo, eigentlich Domenico, Rotella wird ihr Plakatgesicht in dieser Zeit zu einem zentralen Motiv, das er über Jahrzehnte immer wieder aufgreift. Bereits in den frühen 1950er Jahren beginnt der Italiener in seinen "manifesti lacerati", mit der besonderen Ausdruckskraft und Ästhetik einer verletzten, aus vorgefundenen Fragmenten zusammengesetzten Oberfläche zu experimentieren. Die Plakate, die sowohl in Mailand als auch in Paris in dicken Schichten an Litfasssäulen hängen, werden vom Künstler gesammelt und dann Schicht um Schicht so lange reduziert, bis aus einem vermeintlichen Akt der Zerstörung etwas überzeugend Neues entsteht. Im Arbeiten mit vorgefundenen Materialien steht Rotella in der Tradition des Kubismus, der Materialbilder und Collagen von Kurt Schwitters und der Pariser Affichisten, die bereits seit den 1940er Jahren aus Plakaten Kunst schaffen. Erst Mimmo Rotella gelingt es aber, der Décollage ihre autonome Stellung zu verleihen, sie zur eigenen Kunstform zu erheben und ihr die gestische Kraft zu verleihen, die seine Werke heute ausmachen.