Ernst Ludwig Kirchner
Stafelalp, Gesamtansicht (Alpaufzug)
Beschreibung
Am unteren Blattrand von fremder Hand bezeichnet "E.L. Kirchner" und "Versuchsdruck", verso bezeichnet in Tinte "KH 70" (leicht verblasst).
Diese handschriftlichen Bezeichnungen recto und verso auf dem Blatt stammen vermutlich von Christian A. Laely, dem letzten Schüler Ernst Ludwig Kirchners. Er hatte 1946 hunderte Papierarbeiten aus dem Nachlass des Künstlers entnommen und ab 1946 unter dem Namen der fiktiven "Sammlung Gervais, Zürich/Lyon" verkauft.
• Entstanden während Kirchners zweitem Davoser Aufenthalt 1918
• Steht in engem Zusammenhang mit dem Gemälde Alpauftrieb (Kunstmuseum St. Gallen)
• Dichte Komposition mit bewegter Linienführung
Die vorliegende Grafik entsteht im Sommer 1918 während des zweiten Aufenthaltes Kirchners auf der Stafelalp, die zu einem zentralen Arbeits- und Lebensort des Künstlers wird. In dieser Zeit wendet er sich verstärkt Motiven der alpinen Landschaft und des bäuerlichen Alltags zu.
Die Darstellung steht in engem Zusammenhang mit dem Gemälde Alpauftrieb von 1918/19 (Gordon 539, Kunstmuseum St. Gallen) und greift ein Motiv auf, das Kirchner in dieser Zeit wiederholt beschäftigt.
Der Holzschnitt nimmt innerhalb seines druckgrafischen Werkes eine wichtige Stellung ein und wird parallel zur Malerei entwickelt. Charakteristisch ist die betonte Linearität, mit der Kirchner Landschaft, Architektur, Figuren und Tiere eng miteinander verzahnt. Die dichte Komposition und die bewegte Linienführung fassen das Geschehen zu einer geschlossenen Gesamtansicht zusammen, in der Einzelmotive in ein übergeordnetes rhythmisches Gefüge eingebunden sind.
Diese handschriftlichen Bezeichnungen recto und verso auf dem Blatt stammen vermutlich von Christian A. Laely, dem letzten Schüler Ernst Ludwig Kirchners. Er hatte 1946 hunderte Papierarbeiten aus dem Nachlass des Künstlers entnommen und ab 1946 unter dem Namen der fiktiven "Sammlung Gervais, Zürich/Lyon" verkauft.
• Entstanden während Kirchners zweitem Davoser Aufenthalt 1918
• Steht in engem Zusammenhang mit dem Gemälde Alpauftrieb (Kunstmuseum St. Gallen)
• Dichte Komposition mit bewegter Linienführung
Die vorliegende Grafik entsteht im Sommer 1918 während des zweiten Aufenthaltes Kirchners auf der Stafelalp, die zu einem zentralen Arbeits- und Lebensort des Künstlers wird. In dieser Zeit wendet er sich verstärkt Motiven der alpinen Landschaft und des bäuerlichen Alltags zu.
Die Darstellung steht in engem Zusammenhang mit dem Gemälde Alpauftrieb von 1918/19 (Gordon 539, Kunstmuseum St. Gallen) und greift ein Motiv auf, das Kirchner in dieser Zeit wiederholt beschäftigt.
Der Holzschnitt nimmt innerhalb seines druckgrafischen Werkes eine wichtige Stellung ein und wird parallel zur Malerei entwickelt. Charakteristisch ist die betonte Linearität, mit der Kirchner Landschaft, Architektur, Figuren und Tiere eng miteinander verzahnt. Die dichte Komposition und die bewegte Linienführung fassen das Geschehen zu einer geschlossenen Gesamtansicht zusammen, in der Einzelmotive in ein übergeordnetes rhythmisches Gefüge eingebunden sind.