Cesar Klein
Stillleben mit Figur („Stilleben mit Puppe“)
Beschreibung
• Verbindung von Expressionismus und Kubismus
• César erzeugt eine spannungsgeladene Räumlichkeit
• Meditative Atmosphäre
In diesem großformatigen Stillleben aus dem Jahr 1918 zeigt César Klein seine Meisterschaft in der expressiven und kubistischen Formensprache. Die asiatische Puppe, Hauptakteur der Komposition, steht vor einem Paravant hinter einem mit Büchern drapierten, eckigen Tischchen. Daneben entdeckt der Betrachter noch einzelne großformatige Blätter, wobei nicht ganz klar ist, ob diese auch auf dem Paravent dargestellt oder doch reale Pflanzen sind. Die starre Haltung der Puppe und das fast maskenhafte Gesicht erzeugen trotz der üppigen Farbigkeit von Gelb-, Rot- und Grüntönen eine meditative Atmosphäre.
Kleins dynamische Komposition ist von einem kräftigen, sichtbaren Pinselstrich geprägt, der die Oberflächen strukturiert und den Objekten eine fühlbare, haptische Präsenz verleiht. Die Raumdarstellung ist aufgebrochen; die Perspektive scheint zu kippen und schafft eine spannungsgeladene Räumlichkeit. Die Szenerie vermittelt eine innere Unruhe und psychologische Tiefe, die über die reine Abbildung der Gegenstände hinausgeht.
Schon 1910 ist Klein einer der 27 ausjurierten Künstler der Berliner Secession und wird Mitbegründer der Neuen Secession. 1918 initiiert Klein zusammen mit Max Pechstein die Gründung der revolutionären Novembergruppe, die sich als Künstlervereinigung für die künstlerische und politische Erneuerung nach dem Krieg einsetzt. Klein war Teil eines pulsierenden Netzwerks von Künstlern, die mit der Ästhetik der Moderne experimentieren und sich in einem neuen politischen Klima positionieren.
Auch der Austausch mit anderen Künstlern wie Max Ernst beeinflusst César Klein in den folgenden Jahren. Seine Arbeit als Bühnenbildner trägt ebenfalls zu seiner stilistischen Entwicklung bei.
Pfefferkorn 72.
• César erzeugt eine spannungsgeladene Räumlichkeit
• Meditative Atmosphäre
In diesem großformatigen Stillleben aus dem Jahr 1918 zeigt César Klein seine Meisterschaft in der expressiven und kubistischen Formensprache. Die asiatische Puppe, Hauptakteur der Komposition, steht vor einem Paravant hinter einem mit Büchern drapierten, eckigen Tischchen. Daneben entdeckt der Betrachter noch einzelne großformatige Blätter, wobei nicht ganz klar ist, ob diese auch auf dem Paravent dargestellt oder doch reale Pflanzen sind. Die starre Haltung der Puppe und das fast maskenhafte Gesicht erzeugen trotz der üppigen Farbigkeit von Gelb-, Rot- und Grüntönen eine meditative Atmosphäre.
Kleins dynamische Komposition ist von einem kräftigen, sichtbaren Pinselstrich geprägt, der die Oberflächen strukturiert und den Objekten eine fühlbare, haptische Präsenz verleiht. Die Raumdarstellung ist aufgebrochen; die Perspektive scheint zu kippen und schafft eine spannungsgeladene Räumlichkeit. Die Szenerie vermittelt eine innere Unruhe und psychologische Tiefe, die über die reine Abbildung der Gegenstände hinausgeht.
Schon 1910 ist Klein einer der 27 ausjurierten Künstler der Berliner Secession und wird Mitbegründer der Neuen Secession. 1918 initiiert Klein zusammen mit Max Pechstein die Gründung der revolutionären Novembergruppe, die sich als Künstlervereinigung für die künstlerische und politische Erneuerung nach dem Krieg einsetzt. Klein war Teil eines pulsierenden Netzwerks von Künstlern, die mit der Ästhetik der Moderne experimentieren und sich in einem neuen politischen Klima positionieren.
Auch der Austausch mit anderen Künstlern wie Max Ernst beeinflusst César Klein in den folgenden Jahren. Seine Arbeit als Bühnenbildner trägt ebenfalls zu seiner stilistischen Entwicklung bei.
Pfefferkorn 72.