El Lissitzky
Ohne Titel (Proun)
Descrizione
• Aus der PROUN-Mappe der Kestner-Gesellschaft, Hannover
• El Lissitzky postuliert die Dreidimensionalität im Zweidimensionalen
• Revolutionäre Kunst, welche den Konstruktivismus und Suprematismus weiterdenkt
Das Dreidimensionale in einer zweidimensionalen Fläche darstellen – dieser Schwierigkeit stellen sich Künstlerinnen und Künstler seit der „Erfindung“ der Perspektive in der europäischen Renaissance. Seither mühte man sich, mittels verfeinerter Techniken, Blickachsen oder anderer Stilmittel, der Fläche Tiefe zu entreißen. Dass dieses Unterfangen dabei nie komplett gelingen kann, liegt auf der Hand, Fläche bleibt Fläche.
Dass es auch anders geht, verdeutlichen zu Beginn des 20. Jahrhunderts Künstler wie El Lissitzky, deren Kunstverständnis von Suprematismus durchtränkt ist. Für sie bedarf es keiner irgendwie gearteten Technikverfeinerung; sie postulieren die Dreidimensionalität. Der Raum ist, was er ist, auch in der Fläche.
El Lissitzky nun konstruiert diesen dreidimensionalen Raum im Zweidimensionalen mittels geometrischer Figuren. So entsteht die PROUN-Werkreihe. Das Akronym steht dabei im Russischen für „Projekt für die Behauptung des Neuen“. Lissitzky erfindet es Ende 1920, im Folgejahr wird er es in einem Theorievortrag erörtern. PROUN sei auf dem Weg zum Neuen, zum Suprematismus in der Dreidimensionalität. Er, der ausgebildete Architekt und Wanderer zwischen den Kulturen, will so eine neue Kunst schaffen. Dreidimensionalität entsteht dabei durch die Komposition von Geometrien mit- und gegeneinander. Indes ordnet Lissitzky diese nicht so an, dass die visuelle menschliche Mustererkennung hier Illusionen von Tiefe ausmachen könnte, sondern die reine Eigenheit der Elemente und ihre Wirkung mit- und gegeneinander soll den dreidimeonsionalen Raum eröffnen.
Die Lithografien stammen dabei aus einer Mappe, die El Lissitzky mit der Kestner-Gesellschaft in Hannover herausbringt. Die Mappe wird als PROUN-Mappe herausgegeben. Die gesamte Werkreihe der PROUN Arbeiten ist dabei allgemein dokumentiert vom Künstler selbst. Indes: So wie El Lissitzky gegen die Konventionen der Dreidimensionalität antritt und diese kurzerhand postuliert, so arbiträr erscheinen auch seine Namensgebungen und Nummerierungen. Diese folgen nicht zwingend einem erkennbaren Schema, sind mal mit Buchstaben versehen, mal offenbar randomisiert.
Aus der 6-teiligen Mappe „El Lissitzky Proun“, 1. Kestner-Mappe.
Herausgegeben 1923 von Dr. Eckart von Sydow, Kestner-Gesellschaft, Hannover, im Verlag der Buchhandlung Ludwig Ey, Hannover. Die Entwürfe zu den Arbeiten entstanden in den Jahren 1919-23 in Moskau und Berlin.
Nisbet 110g; Söhn HDO 71301-7.
• El Lissitzky postuliert die Dreidimensionalität im Zweidimensionalen
• Revolutionäre Kunst, welche den Konstruktivismus und Suprematismus weiterdenkt
Das Dreidimensionale in einer zweidimensionalen Fläche darstellen – dieser Schwierigkeit stellen sich Künstlerinnen und Künstler seit der „Erfindung“ der Perspektive in der europäischen Renaissance. Seither mühte man sich, mittels verfeinerter Techniken, Blickachsen oder anderer Stilmittel, der Fläche Tiefe zu entreißen. Dass dieses Unterfangen dabei nie komplett gelingen kann, liegt auf der Hand, Fläche bleibt Fläche.
Dass es auch anders geht, verdeutlichen zu Beginn des 20. Jahrhunderts Künstler wie El Lissitzky, deren Kunstverständnis von Suprematismus durchtränkt ist. Für sie bedarf es keiner irgendwie gearteten Technikverfeinerung; sie postulieren die Dreidimensionalität. Der Raum ist, was er ist, auch in der Fläche.
El Lissitzky nun konstruiert diesen dreidimensionalen Raum im Zweidimensionalen mittels geometrischer Figuren. So entsteht die PROUN-Werkreihe. Das Akronym steht dabei im Russischen für „Projekt für die Behauptung des Neuen“. Lissitzky erfindet es Ende 1920, im Folgejahr wird er es in einem Theorievortrag erörtern. PROUN sei auf dem Weg zum Neuen, zum Suprematismus in der Dreidimensionalität. Er, der ausgebildete Architekt und Wanderer zwischen den Kulturen, will so eine neue Kunst schaffen. Dreidimensionalität entsteht dabei durch die Komposition von Geometrien mit- und gegeneinander. Indes ordnet Lissitzky diese nicht so an, dass die visuelle menschliche Mustererkennung hier Illusionen von Tiefe ausmachen könnte, sondern die reine Eigenheit der Elemente und ihre Wirkung mit- und gegeneinander soll den dreidimeonsionalen Raum eröffnen.
Die Lithografien stammen dabei aus einer Mappe, die El Lissitzky mit der Kestner-Gesellschaft in Hannover herausbringt. Die Mappe wird als PROUN-Mappe herausgegeben. Die gesamte Werkreihe der PROUN Arbeiten ist dabei allgemein dokumentiert vom Künstler selbst. Indes: So wie El Lissitzky gegen die Konventionen der Dreidimensionalität antritt und diese kurzerhand postuliert, so arbiträr erscheinen auch seine Namensgebungen und Nummerierungen. Diese folgen nicht zwingend einem erkennbaren Schema, sind mal mit Buchstaben versehen, mal offenbar randomisiert.
Aus der 6-teiligen Mappe „El Lissitzky Proun“, 1. Kestner-Mappe.
Herausgegeben 1923 von Dr. Eckart von Sydow, Kestner-Gesellschaft, Hannover, im Verlag der Buchhandlung Ludwig Ey, Hannover. Die Entwürfe zu den Arbeiten entstanden in den Jahren 1919-23 in Moskau und Berlin.
Nisbet 110g; Söhn HDO 71301-7.