József Rippl-Rónai
„Zorka“
Descrizione
• Ikonisches Werk der Spätphase Rippl-Rónais
• Dokument der Beziehung zwischen Rippl-Rónai und seiner Muse
• Hervorragende Pastelltechnik mit fein modulierten Licht- und Schattenverläufen und zarter Materialität
Rippl-Rónai sieht Elza Bányai, die er „Zorka“ nennt, erstmals 1915, als sie etwa siebzehn Jahre alt ist und als Kellnerin in einem Restaurant in Budapest arbeitet. Ihre auffällige Erscheinung und ihre Ausstrahlung faszinieren ihn, sodass er sie bittet, ihm Modell zu sitzen. Diese Begegnung markiert den Beginn einer künstlerischen wie privaten Beziehung, die über ein Jahrzehnt andauert.
Anfangs begleitet Zorkas Mutter die junge Frau zu den ersten Sitzungen; später darf sie alleine zum Maler gehen. Es entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die sowohl das private Umfeld des Künstlers als auch seine Kunst stark prägt. Die Beziehung zwischen Rippl-Rónai und Zorka kann anfangs geheim gehalten werden. Als sie jedoch bekannt wird, verschlechtert sich die Beziehung des Malers zu seiner Frau und seiner Adoptivtochter massiv. Erst zwei Jahre vor seinem Tod versöhnt er sich wieder mit seiner Familie.
Das vorliegende Porträt spiegelt die Beziehung zwischen dem Maler und seinem Modell wider: Der verträumte Blick, die Haltung des Kopfes, aufgestützt auf die verschränkten Hände, die fein modulierten Licht- und Schattenverläufe im Gesicht, die leichte Sinnlichkeit des Ausdrucks – all das spricht für die Vertrautheit zwischen den beiden. In dieser späten Phase seines Schaffens gilt Zorka als die wichtigste Muse des Malers. Ihr Gesicht und ihre Gestalt gibt Rippl-Rónai in unzähligen Pastellen, Studien und Gemälden wieder. Man schätzt, dass er fast dreihundert Werke mit ihr geschaffen hat, in denen sie verschiedenste Typen weiblicher Erscheinung verkörpert.
Mit den verwendeten Pastellfarben kann der Künstler eine besondere Weichheit der Farbübergänge und der Materialität erreichen. Die Technik eignet sich besonders dazu, die physische und seelische Präsenz der Geliebten einzufangen. Dieses Blatt steht exemplarisch für die reife Phase in Rippl-Rónais Werk, in der die Modell-Beziehung mit Zorka sowohl privates Erlebnis als auch künstlerische Ressource wird.
Auf der Rahmenrückwand mit einem alten ungarischen Exportstempel.
• Dokument der Beziehung zwischen Rippl-Rónai und seiner Muse
• Hervorragende Pastelltechnik mit fein modulierten Licht- und Schattenverläufen und zarter Materialität
Rippl-Rónai sieht Elza Bányai, die er „Zorka“ nennt, erstmals 1915, als sie etwa siebzehn Jahre alt ist und als Kellnerin in einem Restaurant in Budapest arbeitet. Ihre auffällige Erscheinung und ihre Ausstrahlung faszinieren ihn, sodass er sie bittet, ihm Modell zu sitzen. Diese Begegnung markiert den Beginn einer künstlerischen wie privaten Beziehung, die über ein Jahrzehnt andauert.
Anfangs begleitet Zorkas Mutter die junge Frau zu den ersten Sitzungen; später darf sie alleine zum Maler gehen. Es entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die sowohl das private Umfeld des Künstlers als auch seine Kunst stark prägt. Die Beziehung zwischen Rippl-Rónai und Zorka kann anfangs geheim gehalten werden. Als sie jedoch bekannt wird, verschlechtert sich die Beziehung des Malers zu seiner Frau und seiner Adoptivtochter massiv. Erst zwei Jahre vor seinem Tod versöhnt er sich wieder mit seiner Familie.
Das vorliegende Porträt spiegelt die Beziehung zwischen dem Maler und seinem Modell wider: Der verträumte Blick, die Haltung des Kopfes, aufgestützt auf die verschränkten Hände, die fein modulierten Licht- und Schattenverläufe im Gesicht, die leichte Sinnlichkeit des Ausdrucks – all das spricht für die Vertrautheit zwischen den beiden. In dieser späten Phase seines Schaffens gilt Zorka als die wichtigste Muse des Malers. Ihr Gesicht und ihre Gestalt gibt Rippl-Rónai in unzähligen Pastellen, Studien und Gemälden wieder. Man schätzt, dass er fast dreihundert Werke mit ihr geschaffen hat, in denen sie verschiedenste Typen weiblicher Erscheinung verkörpert.
Mit den verwendeten Pastellfarben kann der Künstler eine besondere Weichheit der Farbübergänge und der Materialität erreichen. Die Technik eignet sich besonders dazu, die physische und seelische Präsenz der Geliebten einzufangen. Dieses Blatt steht exemplarisch für die reife Phase in Rippl-Rónais Werk, in der die Modell-Beziehung mit Zorka sowohl privates Erlebnis als auch künstlerische Ressource wird.
Auf der Rahmenrückwand mit einem alten ungarischen Exportstempel.