Andy Warhol
Toy Painting, Parrot
Descrizione
• Eines der legendären "Toy Paintings", 1983/84 in der Ausstellung "Painting for children" in der Galerie Bruno Bischofberger, Zürich gezeigt
• Besonders prägnante sowie ansprechende Farbstellung
• Ästhetik und Motive der Massenmedien werden von Andy Warhol erstmalig in die bildende Kunst überführt; er ist einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts
1982 gibt Bruno Bischofberger, Warhols Freund und Galerist, dem Künstler den Auftrag, eine Bilderserie für Kinder zu schaffen. Das Ergebnis sind die Toy Paintings, eine Serie von Siebdrucken, die jeweils ein aufziehbares Blechspielzeug aus der großen Spielzeugsammlung Warhols darstellen. Als die Arbeiten 1983 bei Bruno Bischofberger in Zürich gezeigt werden, findet man die Galerieräume in eine Art riesiges Kinderzimmer transformiert: Auf blauen Wänden, die mit silbernen Fischen verziert sind, hängen die Werke nah über dem Boden und rückten so perfekt in das Blickfeld von kleinen Kindern. Alle Erwachsenen hingegen müssen sich bücken oder in die Hocke gehen, um die Arbeiten zu betrachten. Ein humorvoller Sabotageakt Warhols gegen künstlerische Dogmen und elitäre Ansichten in der Kunstwelt.
Warhol schafft eine Serie von 128 Leinwänden, die Papageien, Hunde, Pandas, Affen, Clowns und Roboter u. a. zeigen.
Die vorliegende Arbeit „Parrot“ zeigt dabei nicht nur das Spielzeug selbst, sondern auch dessen Verpackung mit der entsprechenden Aufschrift. Warhol vermittelt uns seine Version dieses kleinen, billigen Spielzeugs in seiner typischen Siebdruckmanier in kontrastierendem Türkis und Gelb. Es erinnert in seiner alltäglichen Banalität an seine frühen Gemälde, in denen er die visuelle Ästhetik von Campbells Suppendosen und Coca-Cola-Flaschen zelebrierte, Gemälde, die die Pop-Art-Revolution auslösten. Hier schwingt dieselbe vereinfachte visuelle Sprache mit, die Warhols Karriere als einer der innovativsten Künstler seiner Generation begründet hat.
Als Warhol nach dieser neuen Vorstellung von Pop gefragt wird, bemerkt er: "once you 'got' Pop, you could never see a sign the same way again. And once you thought pop, you could never see America the same way again. The mystery was gone, but the amazement was just starting” (P. Hackett, Popism: the Warhol '60s, New York, 1980, S. 39-40).
Literatur. Francis, Mark. Andy Warhol: The Late Work. Munich 2004
• Besonders prägnante sowie ansprechende Farbstellung
• Ästhetik und Motive der Massenmedien werden von Andy Warhol erstmalig in die bildende Kunst überführt; er ist einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts
1982 gibt Bruno Bischofberger, Warhols Freund und Galerist, dem Künstler den Auftrag, eine Bilderserie für Kinder zu schaffen. Das Ergebnis sind die Toy Paintings, eine Serie von Siebdrucken, die jeweils ein aufziehbares Blechspielzeug aus der großen Spielzeugsammlung Warhols darstellen. Als die Arbeiten 1983 bei Bruno Bischofberger in Zürich gezeigt werden, findet man die Galerieräume in eine Art riesiges Kinderzimmer transformiert: Auf blauen Wänden, die mit silbernen Fischen verziert sind, hängen die Werke nah über dem Boden und rückten so perfekt in das Blickfeld von kleinen Kindern. Alle Erwachsenen hingegen müssen sich bücken oder in die Hocke gehen, um die Arbeiten zu betrachten. Ein humorvoller Sabotageakt Warhols gegen künstlerische Dogmen und elitäre Ansichten in der Kunstwelt.
Warhol schafft eine Serie von 128 Leinwänden, die Papageien, Hunde, Pandas, Affen, Clowns und Roboter u. a. zeigen.
Die vorliegende Arbeit „Parrot“ zeigt dabei nicht nur das Spielzeug selbst, sondern auch dessen Verpackung mit der entsprechenden Aufschrift. Warhol vermittelt uns seine Version dieses kleinen, billigen Spielzeugs in seiner typischen Siebdruckmanier in kontrastierendem Türkis und Gelb. Es erinnert in seiner alltäglichen Banalität an seine frühen Gemälde, in denen er die visuelle Ästhetik von Campbells Suppendosen und Coca-Cola-Flaschen zelebrierte, Gemälde, die die Pop-Art-Revolution auslösten. Hier schwingt dieselbe vereinfachte visuelle Sprache mit, die Warhols Karriere als einer der innovativsten Künstler seiner Generation begründet hat.
Als Warhol nach dieser neuen Vorstellung von Pop gefragt wird, bemerkt er: "once you 'got' Pop, you could never see a sign the same way again. And once you thought pop, you could never see America the same way again. The mystery was gone, but the amazement was just starting” (P. Hackett, Popism: the Warhol '60s, New York, 1980, S. 39-40).
Literatur. Francis, Mark. Andy Warhol: The Late Work. Munich 2004