Wassily Kandinsky

„No. V“
Lot ID
Lotto 520
Artista
Wassily Kandinsky
Aggiungi ai preferiti
Scarica PDF

Share

EmailFacebookLinkedinPinterest

Descrizione
• Als einer der bedeutendsten Vertreter der Abstraktion hat Wassily Kandinsky neben seinem malerischen ein ebenso herausragendes druckgrafisches Werk hinterlassen
• Es existieren nur 10 nummerierte Abzüge
• „No. V“ gehört zu den wenigen, während des Ersten Weltkriegs entstandenen Blättern, die zudem äußerst selten auf dem Markt zu finden sind

Bereits vor seinem Umzug nach München 1896 hat Kandinsky ein Jahr lang die Leitung einer Kunstdruckerei in Moskau übernommen und ist daher mit den unterschiedlichen druckgrafischen Techniken bestens vertraut. Zunächst arbeitet er jedoch vor allem mit dem Holzschnitt, erst 1913 fertigt er seine erste Radierung an. Mit der Radierung hält nun die Linie in all ihren Nuancen und Feinheiten - mal zart, mal kräftig, mal einzeln, mal als Strichbündel - Einzug in sein druckgrafisches Werk.
Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs muss Wassily Kandinsky Deutschland verlassen und zieht zusammen mit Gabriele Münter zunächst in die Schweiz, dann reist er allein weiter nach Moskau. In Moskau kommt sein malerisches Schaffen zunächst fast vollständig zum Erliegen, er beschränkt sich auf Aquarelle und Hinterglasbilder, die durch eine deutliche Rückkehr zur Gegenständlichkeit überraschen.
Am 2. Februar 1915 schreibt er an Gabriele Münter: „Vielleicht mache ich einige Stiche.“ Die Arbeit an den Radierungen könnte also bereits im Laufe des Jahres 1915 begonnen haben. Ihr Druck erfolgt jedoch erst Anfang 1916 in Stockholm, wo sich Kandinsky und Gabriele Münter Weihnachten 1915 treffen. Insgesamt entstehen 1916 sechs mit römischen Zahlen betitelte Kaltnadelarbeiten, alle erscheinen in einer Auflage von nur 10 nummerierten Exemplaren. Zu sehen ist ein Motivrepertoire, das Assoziationen an russische Märchenfiguren, Damen in Reifröcken und sowie Körperteile weckt, die mitunter in atemberaubenden Posen durch den Raum wirbeln.

Roethel 157.