Curt Ehrhardt

"Der Tod vor sieben Leichen am Christus-Hügel"
Lot ID
Los 742
Künstler
Curt Ehrhardt
1895 Ziesar bei Jerichow - Schwarz, Hessen 1972
Weitere Informationen
Verso altes typografisches Etikett "585".
Ausstellung
16. Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes, veranstaltet vom Kunstverein Hamburg in der Hamburger Kunsthalle, 1921, verso mit dem typografischen Etikett "H.K.V. 1217".
Literatur
Arlt, Peter, Des Lebens dunkle Tänze. Der Maler Curt Ehrhardt 1895-1972, Weimar 2002, S. 163 und 165, o. Abb.
Provenienz
Nachlass des Künstlers, im Erbgang an K. J. Winter (wohl Stiefsohn des Künstlers);
Privatsammlung, Süddeutschland, wohl Ende der 1960er Jahre im Konvolut von Vorgenanntem erworben.
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Beschreibung
Curt Ehrhardt pflegt schon früh enge Verbindungen zur Berliner Avantgarde und studiert dort seit 1916 Rechtswissenschaften. Dennoch bleibt Brandenburg sein Lebensmittelpunkt, nachdem seine Familie bereits im Jahr 1900 dorthin übersiedelt. Besonders seine Verbindung zur Novembergruppe (seit 1919) und seine Kontakte zum Sturm-Kreis um Herwarth Walden verschaffen ihm Zugang zu prestigeträchtigen Ausstellungen wie auch der internationalen Expressionisten Ausstellung 1921 in Chicago.
Ehrhardt bricht im vorliegenden Werk mit dem bunten Expressionismus der Vorkriegszeit. Mit kristallinen Strukturen und einer religiös-morbiden Symbolik steht es charakteristisch für Erhardts Verarbeitung des Kriegstraumas des Ersten Weltkriegs. Raum und Körper scheinen ineinander zu fließen; es gibt keine klassische Perspektive, sondern eine dynamische Schichtung von Flächen.