Rosemarie Trockel
Strickbild
Beschreibung
• Rosemarie Trockel zählt zu den international führenden Konzeptkünstlerinnen, die Strickbilder gehören zu ihren bekanntesten Werkgruppen
• 1999 bespielt sie als erste Künstlerin den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig
• Die Künstlerin belegt seit Jahren mit Platz 4 im Kunstkompass eine Spitzenposition der international bedeutendsten zeitgenössichen Künstler:innen
Die Strickbilder von Rosemarie Trockel sind Ikonen der 1980er-Jahre Kunst. In einer Szene, die damals vornehmlich von männlichen Malerkollegen dominiert wird, entwickelt sie konsequent ein Gesamtwerk, das textile Techniken mit konzeptuellen Fragestellungen verbindet. Sie nutzt industriell gefertigte Strickbilder, wie das hier vorliegende, um Autorschaft, Originalität und künstlerische Hierarchien zu hinterfragen. In eine monochrom umbra-farbene, maschinell gestrickte Oberfläche, sind zwei schwarze runenartige Zeichen eingeschrieben, die in ihrer formalen Reduktion wie lesbare Symbole wirken, sich aber jeder konkreten Deutung entziehen. Rosemarie Trockel unterläuft mit den Strickbildern bewusst traditionelle Zuschreibungen von "Frauenarbeit" und Kunsthandwerk. Im Kontext ihres Gesamtwerks fungieren diese Arbeiten als kritische Reflexion über tradierte Rollenklischees, künstlerische Schaffensprozesse und kulturelle Codierungen von Material. Die reduzierte Formensprache sowie die serielle Ästhetik der Strickbilder verweisen auf die Gestaltungsprinzipien der Minimal Art, wobei die textile Technik diese minimalistischen Gestaltungsprinzipien auch ironisch bricht. Jenseits jeder thematischen Festlegung erschafft die Künstlerin Werke von rätselhafter Schönheit, die zwischen Bild und Objekt, zwischen Intimität und Distanz oszillieren und in ihrem ästhetischen Anspruch für sich stehen.
• 1999 bespielt sie als erste Künstlerin den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig
• Die Künstlerin belegt seit Jahren mit Platz 4 im Kunstkompass eine Spitzenposition der international bedeutendsten zeitgenössichen Künstler:innen
Die Strickbilder von Rosemarie Trockel sind Ikonen der 1980er-Jahre Kunst. In einer Szene, die damals vornehmlich von männlichen Malerkollegen dominiert wird, entwickelt sie konsequent ein Gesamtwerk, das textile Techniken mit konzeptuellen Fragestellungen verbindet. Sie nutzt industriell gefertigte Strickbilder, wie das hier vorliegende, um Autorschaft, Originalität und künstlerische Hierarchien zu hinterfragen. In eine monochrom umbra-farbene, maschinell gestrickte Oberfläche, sind zwei schwarze runenartige Zeichen eingeschrieben, die in ihrer formalen Reduktion wie lesbare Symbole wirken, sich aber jeder konkreten Deutung entziehen. Rosemarie Trockel unterläuft mit den Strickbildern bewusst traditionelle Zuschreibungen von "Frauenarbeit" und Kunsthandwerk. Im Kontext ihres Gesamtwerks fungieren diese Arbeiten als kritische Reflexion über tradierte Rollenklischees, künstlerische Schaffensprozesse und kulturelle Codierungen von Material. Die reduzierte Formensprache sowie die serielle Ästhetik der Strickbilder verweisen auf die Gestaltungsprinzipien der Minimal Art, wobei die textile Technik diese minimalistischen Gestaltungsprinzipien auch ironisch bricht. Jenseits jeder thematischen Festlegung erschafft die Künstlerin Werke von rätselhafter Schönheit, die zwischen Bild und Objekt, zwischen Intimität und Distanz oszillieren und in ihrem ästhetischen Anspruch für sich stehen.