Schule Annibale Carracci
Die heilige Margareta von Antiochia
Beschreibung
Die Darstellung der heiligen Margareta von Antiochia geht unmittelbar auf eine Komposition von Annibale Carracci zurück, die dieser 1599 für die römische Kirche Santa Caterina dei Funari schuf und die sich dort bis heute erhalten hat.
Die Ikonographie folgt dem etablierten Typus der Heiligen: Margareta erscheint mit Buch und Märtyrerpalme, während sie mit dem Fuß den Drachen – Sinnbild des Teufels – bezwingt. Im Hintergrund bereiten Schergen mit Axt und Säge ihr Martyrium vor und verweisen auf die grausamen Foltern, denen sie der Legende nach ausgesetzt war. Als Tochter aus Antiochia bekannte sie sich zum christlichen Glauben und gelobte die Jungfräulichkeit, wofür sie schließlich den Tod erlitt. Die Begegnung mit dem Drachen, den sie durch das Kreuzzeichen überwindet, gehört zu den zentralen Episoden ihrer Vita und wird sowohl von Carracci als auch in der vorliegenden Version prägnant ins Bild gesetzt.
Die Komposition entspricht der für Altargemälde um 1600 charakteristischen Bildsprache: Die monumental gesteigerte Figur ist in Untersicht gegeben und richtet sich an die Perspektive der betenden Gemeinde. Die vorliegende Fassung übernimmt diesen Aufbau weitgehend, variiert jedoch einzelne Details. So weicht der Maler in der Gestaltung des Vordergrunds von der Vorlage ab, indem er die dort ursprünglich dargestellte Efeuranke durch gelb blühende Pflanzen ersetzt und damit einen eigenständigen Akzent setzt.
Die erhobene rechte Hand der Heiligen erschließt sich im liturgischen Zusammenhang ihres ursprünglichen Aufstellungsortes: Gemeinsam mit der auf dem Sockel angebrachten Inschrift "Sursum corda" ("Erhebet die Herzen") verweist sie auf die Eucharistie und lenkt den Blick des Betrachters nach oben. In der ursprünglichen Altaranlage bezieht sich diese Geste zugleich auf eine darüber angebrachte Marienkrönung und verbindet so das Bildprogramm zu einer theologisch wie visuell geschlossenen Einheit.
Die Ikonographie folgt dem etablierten Typus der Heiligen: Margareta erscheint mit Buch und Märtyrerpalme, während sie mit dem Fuß den Drachen – Sinnbild des Teufels – bezwingt. Im Hintergrund bereiten Schergen mit Axt und Säge ihr Martyrium vor und verweisen auf die grausamen Foltern, denen sie der Legende nach ausgesetzt war. Als Tochter aus Antiochia bekannte sie sich zum christlichen Glauben und gelobte die Jungfräulichkeit, wofür sie schließlich den Tod erlitt. Die Begegnung mit dem Drachen, den sie durch das Kreuzzeichen überwindet, gehört zu den zentralen Episoden ihrer Vita und wird sowohl von Carracci als auch in der vorliegenden Version prägnant ins Bild gesetzt.
Die Komposition entspricht der für Altargemälde um 1600 charakteristischen Bildsprache: Die monumental gesteigerte Figur ist in Untersicht gegeben und richtet sich an die Perspektive der betenden Gemeinde. Die vorliegende Fassung übernimmt diesen Aufbau weitgehend, variiert jedoch einzelne Details. So weicht der Maler in der Gestaltung des Vordergrunds von der Vorlage ab, indem er die dort ursprünglich dargestellte Efeuranke durch gelb blühende Pflanzen ersetzt und damit einen eigenständigen Akzent setzt.
Die erhobene rechte Hand der Heiligen erschließt sich im liturgischen Zusammenhang ihres ursprünglichen Aufstellungsortes: Gemeinsam mit der auf dem Sockel angebrachten Inschrift "Sursum corda" ("Erhebet die Herzen") verweist sie auf die Eucharistie und lenkt den Blick des Betrachters nach oben. In der ursprünglichen Altaranlage bezieht sich diese Geste zugleich auf eine darüber angebrachte Marienkrönung und verbindet so das Bildprogramm zu einer theologisch wie visuell geschlossenen Einheit.