Gustav Klimt
Damenbildnis von vorne
Beschreibung
• Sinnliches, intimes Porträt einer typischen Klimt'schen Schönheit
• Seltene kolorierte Zeichnung des Künstlers
• Wohl entstanden im Zusammenhang mit der rechten Figur des (verbrannten) Gemäldes „Die Freundinnen“
Diese bemerkenswerte Zeichnung von Gustav Klimt zeigt ein namenloses weibliches Modell. Mit ihren großen Augen und den leicht geöffneten roten Lippen ist die Dame eine archetypische Klimt'sche Figur. Ihre Haltung strahlt eine stille Anmut und eine subtile, aber starke Anziehungskraft aus. Sie lehnt ihren Körper leicht nach vorne, ihre Aufmerksamkeit gilt ganz dem Betrachter. In fließenden Linien lässt Klimt hier eine sinnliche und zugleich intime Stimmung entstehen. Klimts Zeichnungen stehen meist im Zusammenhang mit seinen Gemälden. So entsteht auch die vorliegende Zeichnung wohl als Vorarbeit zu dem 1945 im Schloss Immendorf zerstörten Werk „Die Freundinnen“.
Klimt hat eine enge, oft romantische Beziehung zu seinen weiblichen Modellen, die sich in der Nähe und Intimität seiner Zeichnungen widerspiegelt. Klimts gesamtes Œuvre zeigt seine Hingabe zu den Frauen. Regine Schmidt schreibt über den Umgang des Künstlers mit der weiblichen Form und deren zentraler Bedeutung für sein gesamtes künstlerisches Schaffen: „Gustav Klimts Werk war und ist so, dass man sich darin verlieren kann. Seine Frauen, Damen und Mädchen sind bloße Formen der Natur selbst, gleichsam Blumen, die er zeichnete und malte, während sie knospten, blühten und verwelkten. [...] Sein Œuvre ist eine ständige Hommage an die Frau. Für Klimt waren sie erotische Geschöpfe." (Regine Schmidt, in: Klimt's Women, New Haven 2000, S. 27 und 30).
Klimt verwandelt die Zeichnung in ein höchst persönliches, experimentelles Ausdrucksmittel, das seinem Werk eine neue Spontaneität und Subjektivität verleiht. Die feine Bleistiftlinie, mit der er sein Modell erfasst, erforscht und streichelt, formt die Zeichnung selbst als Akt der Verführung. Klimt erneuert die europäische Tradition der Figuration, indem er den weiblichen Körper und das menschliche Schicksal in den Mittelpunkt seines Interesses stellt. Diese schöne und zärtliche Zeichnung offenbart die erfindungsreiche Kraft dieses außergewöhnlichen Künstlers.
Strobl 2830.
• Seltene kolorierte Zeichnung des Künstlers
• Wohl entstanden im Zusammenhang mit der rechten Figur des (verbrannten) Gemäldes „Die Freundinnen“
Diese bemerkenswerte Zeichnung von Gustav Klimt zeigt ein namenloses weibliches Modell. Mit ihren großen Augen und den leicht geöffneten roten Lippen ist die Dame eine archetypische Klimt'sche Figur. Ihre Haltung strahlt eine stille Anmut und eine subtile, aber starke Anziehungskraft aus. Sie lehnt ihren Körper leicht nach vorne, ihre Aufmerksamkeit gilt ganz dem Betrachter. In fließenden Linien lässt Klimt hier eine sinnliche und zugleich intime Stimmung entstehen. Klimts Zeichnungen stehen meist im Zusammenhang mit seinen Gemälden. So entsteht auch die vorliegende Zeichnung wohl als Vorarbeit zu dem 1945 im Schloss Immendorf zerstörten Werk „Die Freundinnen“.
Klimt hat eine enge, oft romantische Beziehung zu seinen weiblichen Modellen, die sich in der Nähe und Intimität seiner Zeichnungen widerspiegelt. Klimts gesamtes Œuvre zeigt seine Hingabe zu den Frauen. Regine Schmidt schreibt über den Umgang des Künstlers mit der weiblichen Form und deren zentraler Bedeutung für sein gesamtes künstlerisches Schaffen: „Gustav Klimts Werk war und ist so, dass man sich darin verlieren kann. Seine Frauen, Damen und Mädchen sind bloße Formen der Natur selbst, gleichsam Blumen, die er zeichnete und malte, während sie knospten, blühten und verwelkten. [...] Sein Œuvre ist eine ständige Hommage an die Frau. Für Klimt waren sie erotische Geschöpfe." (Regine Schmidt, in: Klimt's Women, New Haven 2000, S. 27 und 30).
Klimt verwandelt die Zeichnung in ein höchst persönliches, experimentelles Ausdrucksmittel, das seinem Werk eine neue Spontaneität und Subjektivität verleiht. Die feine Bleistiftlinie, mit der er sein Modell erfasst, erforscht und streichelt, formt die Zeichnung selbst als Akt der Verführung. Klimt erneuert die europäische Tradition der Figuration, indem er den weiblichen Körper und das menschliche Schicksal in den Mittelpunkt seines Interesses stellt. Diese schöne und zärtliche Zeichnung offenbart die erfindungsreiche Kraft dieses außergewöhnlichen Künstlers.
Strobl 2830.