Pablo Picasso

Recto: Buste de femme (buste de Gosolane)- verso: Femme nue debout
Künstler
Pablo Picasso
Provenienz
D. H. Kahnweiler, Paris;
Charles E. Slatkin Galleries, New York;
Leo M. Rogers, New York;
Christie's, London 27.6.1972, lot 132;
Private collection USA, acquired from the aforementioned.
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Beschreibung
• Picasso verdeutlicht seine Fähigkeit, in altmeisterlicher Manier die Welt einzufangen und festzuhalten
• Skizzenhaftes Porträt einer Frau aus Gósol in den Pyrenäen
• Aus der Sammlung von Daniel-Henry Kahnweiler, dem langjährigen Galeristen und Freund von Picasso

Weit weg von Paris und seiner Kunstszene will er sein. Am besten dort, wo die Menschen ursprünglich leben, so, dass man sie in Paris geradezu als primitiv bedauern würde. Eine Flucht vor dem Trubel soll es sein, einen schönen Sommer lang.
Gemeinsam mit seiner Partnerin Fernande Olivier reist Pablo Picasso 1906 in die Pyrenäen, um dort im Dorf Gósol zu leben. Erholung steht auf der Wunschliste, doch das Dorf wird Picasso nachhaltig verändern. In der Einöde und der Einfachheit des Lebens dort wendet sich Picasso immer mehr der Romanik zu. Sein Stil verändert sich und zeigt deutliche Anleihen an dieser vergangenen Epoche.

Auch das skizzenhafte Porträt einer unbekannten Frau, wohl eine Dame aus dem Dorf, ist inspiriert von dieser neuen Umgebung. Altmeisterlich präsentiert Picasso seine Fähigkeit, seine Umwelt einzufangen und künstlerisch wiederzugeben. Fast glaubt man, ein Bruststück Raffaels vor sich zu sehen, so zart dreht Picasso hier die Figur um sich selbst, weich umspielt die Farbe die Gesichtszüge der Frau. Aus der einfachen Dorfbewohnerin wird so eine Madonnenfigur, eine ursprüngliche Heilige.

Mit einer Expertise von Paloma Picasso und Diana Widmaier-Ruiz-Picasso, Comité Picasso, Paris, vom 19.11.2024. Die Arbeit ist im Archiv des Comité Picasso unter der Nummer 0196 registriert.