Christoph Heinrich Kniep

Blick aus der Villa des Maecenas in Tivoli
Lot ID
Los 208
Live auction
Künstler
Christoph Heinrich Kniep
1755 Hildesheim - Neapel 1825
Literatur
Georg Striehl, Der Zeichner Christoph Heinrich Kniep (1755-1825). Landschaftsauffassung und Antikenrezeption, Hildesheim u.a. 1998, Kat.-Nr. 594, Abb. 194.
Provenienz
Galerie Sabrina Förster, Düsseldorf;
Privatbesitz, Nordrhein-Westfalen.
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Beschreibung
Christoph Heinrich Kniep, der zunächst als Porträtzeichner tätig ist, reist1781 dank eines Stipendiums nach Rom und schließt sich dort dem Zirkel um Johann Heinrich Wilhelm Tischbein an. Im deutsch-römischen Kreis entwickelt sich Kniep immer mehr zum Veduten- und Landschaftszeichner und siedelt 1785 nach Neapel über. Auch die aus Rom vertrauten Freunde Tischbein und Hackert lassen sich sukzessive in Neapel nieder. Dort lernt er auch Goethe kennen. Tischbein, der die gemeinsam mit Goethe geplante Sizilienreise nicht mehr antreten kann, schlägt Kniep als Ersatzmann für diese Reise vor. Die sogenannte "Villa des Maecenas" in Tivoli ist eine antike römische Ruine aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., die oft fälschlicherweise dem Gönner des Horaz zugeschrieben wurde. Tatsächlich handelt es sich um das Heiligtum des Hercules Victor, einen riesigen Komplex, der als eines der bedeutendsten Bauwerke der römischen Architektur gilt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Komplex oft als Villa des Maecenas bezeichnet und war ein beliebtes Motiv für Künstler. In der Korrespondenz zwischen Goethe und Kniep wird ein Motiv "Villa des Maecenas" im Zusammenhang mit den durch Goethe vermittelten Bestellungen erwähnt.