Aurélie Nemours

„Les trois règnos“
Lot ID
Los 570
Künstler
Aurélie Nemours
Ausstellung
Nemours. Works from three decades, Galerie Teufel, Cologne 1980, col. ill. p. 29 ;
Aurélie Nemours, IVAM, Centre Julio González, Valencia 1998/1999, col. Illus. p. 64, with the label on the reverse of the stretcher.
Provenienz
Private collection, Baden-Württemberg.
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Beschreibung
• Charakteristische Farbkomposition, basierend auf der geometrischen Struktur des rechten Winkels
• Die Französin Aurélie Nemours ist die Grande Dame der Konkreten Kunst. Als Schülerin von Fernand Léger greift sie das kubistisch-konstruktivistische Erbe auf und überführt es konsequent in reine Geometrie
• Werke von Nemours sind international in den wichtigsten Museen für Konkrete Kunst zu sehen wie dem Museum Haus Konstruktiv, Zürich, dem Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop, und dem Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt
In Werken wie „Les trois règnos“ setzt Aurélie Nemours sensibel gewählte Farbrechtecke in einen geometrischen Bezug zueinander, wobei diese im Sinne eines „ausgeglichenen Ungleichgewichts“ asymmetrisch angeordnet werden. Die absolute Wahrheit findet die Künstlerin einzig in der Farbe und der geometrischen Form, losgelöst von Subjektivität und emotional gefärbtem Realismus. Diese von Nemours vertretene künstlerische Position steht am Ende einer 20-jährigen Ausbildung, die den künstlerischen Findungsprozess klar nachvollziehen lässt: 1929 begann sie ihr Studium an der École du Louvre und erarbeitete sich ein kunsttheoretisches Grundwissen. 1937 besuchte sie das Privatatelier „Ecole Paul Colin“, erlernte dort das Zeichnen am Modell und entwarf Plakate, Mode, Bühnenbilder oder Kostüme. Diese Tätigkeit befriedigte die Künstlerin nicht, und so entschied sie sich 1941 für den Malunterricht bei André Lhote. Die letzte Station ihrer Ausbildung erfolgte bei Fernand Léger, der ihr schlussendlich den Weg zur abstrakt-geometrischen Kunst ebnete, die lediglich durch die Farbe, die Horizontale und die Vertikale definiert wird.