Rebecca Horn

Belle du vent
Künstler
Rebecca Horn
Provenienz
Galerie de France, Paris, with the label on the reverse of the frame;
Private collection, Switzerland.
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Beschreibung
• Vielschichtiges Werk aus Bewegung, Sprache, Skulptur und Zeichnung
• Wichtige Pionierin der Performance-Kunst des 20. Jahrhunderts
• Eine der interessantesten Künstlerinnen ihrer Generation mit internationaler musealer Präsenz

Diese Selbstbeschreibung der Künstlerin könnte kaum präziser auf „Belle du vent“ zutreffen, ein Werk, in dem sich Sprache, Material und Bewegung zu einer poetischen Gesamtform verdichten. Horns künstlerische Arbeit beginnt stets mit dem Wort – mit einer Idee, die sich aus Sprache entfaltet und in ein räumliches, sinnliches Geschehen übersetzt. In „Belle du vent“ entsteht daraus ein eindrucksvolles Ensemble aus vulkanischem Gestein, Kristall, Motor und einem Gedicht mit Zeichnung – eine Konstellation von Elementen, die in ständiger Spannung zwischen Mechanik und Metapher, Körper und Geist steht.
Das Gedicht „Belle du vent“ bildet den poetischen Kern des Werkes. In ihm erzählt Horn in verdichteten, fast mythischen Bildern von Verletzlichkeit, Verwandlung und der Suche nach Heilung: Der Wind wird zum Träger seelischer Bewegung, der Kristall zum Sinnbild der Reinheit, die Mechanik zur Choreografie der Zeit. Wie in all ihren Arbeiten verschränkt Horn hier Gegensätze – Natur und Technik, Innen und Außen, Körper und Maschine – zu einer poetischen Dramaturgie der Existenz.
Über sechs Jahrzehnte hinweg hat Rebecca Horn ein transmediales Gesamtwerk geschaffen, das Malerei, Skulptur, Film, Poesie, Musik und Performance miteinander verbindet. Ob Regisseurin, Autorin oder Komponistin – sie versteht sich in erster Linie als Choreografin von Räumen, Körpern und Energien. Mit ihrer poetisch-technischen Bildsprache zählt Rebecca Horn zu den großen Protagonistinnen der zeitgenössischen Kunst. Ihre Werke wurden auf der documenta, der Biennale di Venezia, im Guggenheim Museum, New York, im Centre Pompidou, Paris, in der Tate Modern, London, im Städel Museum, Frankfurt, und im Haus der Kunst, München, gezeigt. Ihr Werk gilt heute als eine der konsequentesten und einflussreichsten Positionen zwischen Konzeptkunst, Dichtung und performativer Skulptur.

ZITAT :„Alles fängt mit Text an, den ich schreibe. Die Worte als Einstieg. Erst dann wird gebaut und inszeniert.“
Rebecca Horn